Das „neue“ Arbeitszimmer – Chancen und ein Risiko

Jetzt wird es ernst: Wenn Sie Ihre Steuererklärung für 2023 vorbereiten, dann bringen die neuen Regelungen für das Arbeitszimmer für Sie Chancen und leider aber auch ein Risiko.

Die Chancen haben wir schon im vorigen Jahr im Tipp des Monats genannt: Sie brauchen kein abgetrenntes Zimmer mehr, eine Arbeitsecke reicht und in sehr vielen Fällen genügt eine einfache Liste mit den Tagen, wann und wozu Sie zuhause gearbeitet haben. Schon sprudelt die Steuererleichterung in Form der neuen Homeoffice-Pauschale.

Aber es gibt auch ein neues Risiko: Das betrifft Sie allerdings nur, wenn dreierlei zusammenkommt, nämlich wenn Sie

  • selbständig tätig sind und
  • Haus- oder Wohnungseigentümer sind und
  • auch schon bisher ein Arbeitszimmer geltend gemacht haben.

Nur dann, wenn alle drei Voraussetzungen auf Sie zutreffen, könnte Ihnen passieren, dass Sie schlimmstenfalls mehrere tausend Euro Steuern auf einen Schlag nachzahlen müssen.

Warum ist das so?

Unter diesen drei Voraussetzungen haben Sie bisher Ihr Arbeitszimmer als Betriebsvermögen behandelt und der Wechsel zur Homeoffice-Pauschale könnte einen zu versteuernden Entnahmegewinn auslösen, da Sie das Arbeitszimmer aus dem Betriebsvermögen entnehmen würden.

Und wie kann man das vermeiden?

Womöglich lässt sich das nur vermeiden, wenn Sie Ihr Arbeitszimmer weiterhin so streng handhaben, wie Sie das auch früher getan haben und es im Betriebsvermögen belassen.

Deswegen empfehlen wir Ihnen eine persönliche Beratung, in der wir Ihnen erklären, wie die Regelungen genau sind, welche Ausnahmen es gibt und worauf Sie achten sollten.

Ihr Team von Erbel + Bernsen

 

Es gilt der Rechtsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

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